Unsere Meinung - Stellungnahmen

Dezember 2018

 

Der OBV fordert beim Sachplan Biodiversität einen besseren Einbezug der Landwirte

 

 

Der Regierungsrat hat den Sachplan Biodiversität in die Vernehmlassung geschickt. Der Vorstand des OBV hat sich an seiner Sitzung vom 21. November 2018 intensiv mit dem Sachplan Biodiversität befasst und entschlossen an der Vernehmlassung teilzunehmen. Mit den vorgesehenen Massnahmen im Sachplan werden Einschränkungen in der Landwirtschaft befürchtet. Deshalb ist die wichtigste Forderung des OBV, dass für alle Massnahmen die betroffenen Grundeigentümer zwingend frühzeitig und partizipativ in die Prozesse miteinbezogen werden und in den entsprechenden Begleitgruppen die landwirtschaftliche Praxis vertreten sein muss.

 

Ein zentraler Punkt des Sachplan Biodiversität sind die Wildwechselkorridore. Bevor diese behördenverbindlich ausgeschieden werden, muss zuerst eine Besichtigung vor Ort mit den betroffenen Landwirten stattfinden. Innerhalb der Wildwechselkorridore müssen unbedingt normale Weidezäune und Weidezaunnetze für Schafe erlaubt, sowie Neubauten weiterhin möglich sein.

 

Der OBV dankt dem LANAT für die Möglichkeit der Stellungnahme und hofft, dass die Anliegen bei der weiteren Bearbeitung einbezogen werden. Der OBV erwartet, dass die Massnahmen flexibel und mit dem nötigen Augenmass umgesetzt werden.

 

 

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Stellungnahme OBV zu Handen Amt für Landwirtschaft und Natur des KT Berns
20181207_SN Sachpan Biodiversität_OBV.pd
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Autobahnausbau Luterbach – Härkingen: Die Subregion Oberaargau Nord verdient die beste Lösung!

Medienmitteilung Oberaargauischer Bauernverein vom


Der Vorstand des Oberaargauischen Bauernvereins (OBV) hat an seiner Sitzung über aktuelle Themen diskutiert. Unter anderem über die zunehmende Biberpopulation und der damit verursachten Schäden. Der OBV wird diesbezüglich eine Informationsveranstaltung organisieren. Weitere aktuelle Themen sind die Neophytenbekämpfung und die Umsetzung des Inländervorrangs, welche auch für die Landwirtschaftsbetriebe Auswirkungen hat.


Das für den nördlichen Teil des Oberaargaus wichtigstes Thema ist jedoch der Autobahnausbau zwischen Wangen a.A. und Niederbipp. In der Vorstandssitzung wurde bemängelt, dass die betroffenen Landwirte nicht genügend informiert, geschweige denn in die Planung miteinbezogen wurden. Befürchtet werden insbesondere erhebliche Erschwernisse während der Bauphase. Auch ist aus Sicht der anstössigen Landwirte die Planung des Wildtierkorridors nicht optimal. Zudem werden mehr Wildtierschäden sowie weitere Einschränkungen für die landwirtschaftliche Produktion befürchtet. Die betroffenen Landwirte haben bei den zuständigen Bundesstellen mehrmals um eine Begehung vor Ort gebeten, diese fand jedoch nicht statt.


Dass auf Grund des wachsenden Verkehrsaufkommen Massnahmen nötig sind, wird vom OBV nicht bestritten. Der Vorstand wünscht sich jedoch, dass die negativen Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion stärker berücksichtig werden.
Noch bis am 5. Juni 2018 kann gegen das Projekt Einsprache erhoben werden. Der Berner Bauernverband und der Solothurnische Bauernverband haben den Landwirten eine Vorlage zur Verfügung gestellt. Stossend ist, dass die Einsprachefrist sehr kurz bemessen ist. Nur ein Monat haben die Eigentümer Zeit eine Einsprache zu deponieren.
Folgende Massnahmen werden vom OBV gefordert:

  • Die Erarbeitung von flankierenden Massnahmen während der Bauphase, damit die Einschränkungen der landwirtschaftlichen Produktion minimiert werden können.
  • Die Entschädigungen für die Landwirtschaftsbetriebe müssen geregelt werden und so ausfallen, dass die wirtschaftlichen Ausfälle korrekt abgegolten werden.
  • Die Versenkung der Autobahnstrecke unter das gewachsene Terrain und der Verlegung der Autobahn in Tunnels / Galerien wo dies möglich ist.
  • Schonung und Rückgewinnung der Fruchtfolgeflächen

Die kurzfristige wichtigste Forderung ist, dass die betroffenen Landwirte besser in die Planung einbezogen werden. Frühzeitige Informationen sowie eine Begutachtung der Situation vor Ort sind zentral, damit die Landwirte ihre Bedenken und Vorschläge einbringen können.


Weiter hat der OBV-Vorstand beschlossen, die von der Gemeinde Niederbipp lancierte Petition zu unterstützen.


Oberaargauischer Bauernverein Auskunft:

Christine Badertscher, Präsidentin. Tel.: 079 583 69 03

Andreas Fankhauser, Wangen a. d. Aare, Tel.: 032 631 14 89


März 2015

 

Landenteignung für Biodiversität?

 

Die Schweiz hat die internationale Konvention über Biodiversität unterzeichnet. Diese sieht eine markante Ausdehnung von Ökoflächen auf 17% der Landesfläche vor. Ein Ziel, das in unserem dicht besiedelten Land und unter den vorgegebenen Bedingungen nur schwer zu erreichen ist. Das zuständige Bundesamt für Umwelt (BafU) schlägt nun radikale Massnahmen vor, die aufhorchen lassen und die insbesondere die Landwirtschaft grundlegend treffen würden: Landwirtschaftsland soll für die Sicherstellung der so genannten „ökologischen Infrastruktur“ enteignet und in den Besitz des Bundes überführt werden können. Der Bund will dadurch eine rigorose Umsetzung des „Aktionsplans Strategie Biodiversität Schweiz“ erreichen. Er will offensichtlich die extensive Bewirtschaftung von Landwirtschaftsland rasch und mit Nachdruck durchsetzen. Die Vorschläge sind als weiterer Schritt gegen die produzierende Landwirtschaft einzustufen. Zudem entsprechen sie einem grundlegenden Angriff auf das Eigentumsrecht von Landeigentümern. Gleichzeitig sind derartige Absichten als massives Misstrauen gegenüber unseren Bauernfamilien zu werten. Die Schweizer Landwirtschaft erbringt bereits heute im Rahmen der bestehenden Öko - Massnahmen beachtliche Leistungen im Bereich der umweltgerechten und nachhaltigen Produktion. Die Pläne des Bundesamtes für Umwelt sind gefährlich, unnütz und strikte abzulehnen. Die Bundespolitik muss hier das federführende Bundesamt in seiner extremen und ausufernden „Ökologisierungswut“ in die Schranken weisen.

 

 

Oberaargauischer Bauernverein

 

 

Rückfragen

Ueli Fahrni (Präsident) 079 362 86 10

Jakob Rösch 079 480 02 48