Der OBV - engagiert für die Oberaargauer Bauern


Willkommen auf der Infoplattform des Oberaargauer Bauernvereins (OBV). Der OBV unterstützt seine Mitglieder bei der Öffentlichkeitsarbeit und vertritt die Bäuerinnen und Bauern des Oberaargau als Standesorganisation bei politischen Fragestellungen.


Aus Oberaargauischer Bauernverein wird Oberaargauer Bauernverein

An der Jahresversammlung vom 12. Februar 2020 haben die Mitglieder des OBV die überarbeiteten Statuten verabschiedet. Augenfällig an der Statutenanpassung ist die Namensänderung des Vereins von Oberaargauischer Bauernverein zu Oberaargau Bauernverein. 
In den überarbeiteten Statuten ist nun geregelt, dass auch Nicht-Mitglieder des Berner Bauernverband Mitglied im OBV werden können. Die Jahresmitgliedschaft beträgt Fr. 50.00.

Im Vorstand haben die folgenden Person den Rücktritt eingereicht: Anna Duppenthaler, Christian Zahnd (Amtszeitbeschränkung), Werner Widmer und Catherine Müller (Sekretärin). Neu gewählt wurden André Schär aus Ochlenberg, welcher neu das Amt des Sekretärs innehat und Beat Widmer, Melchnau aus Vertreter der Stiftung Wässermatten.


Herzliche Gratulation

 

Die Vorstandsmitglieder gratulieren ihrer Präsidentin Christine Badertscher herzlich zur Wahl in den Nationalrat.


Trotz regnerischem Morgen gelungener Anlass Biodiversität am Burgäschisee

Am 10. August 2019 organisierte der Oberaargauische Bauernverein OBV zusammen mit dem Inforama und dem Verein Pro Aeschisee einen Biodiversitätsanlass beim Burgäschisee.

 

Hans-Jörg Rüegsegger, Präsident des Berner Bauernverbandes betonte in seiner Begrüssung, dass konstruktive Lösungen wichtig sind. Der Berner Bauernverband leistet dabei mit dem Berner Pflanzenschutzprojekt Pionierarbeit und zeigt auf, wie die Landwirtschaft Teil der Lösung ist.

 

Martin Reinhard, Landwirt aus Seeberg und Initiator des Anlasses stellte seinen vielseitigen Betrieb vor. Er probiert immer wieder Neues aus, um den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu reduzieren. Beispielsweise mit mechanischer Unkrautbekämpfung oder dem Einsatz von EM (Effektive Mikroorganismen). Vor 6 Jahren hat er die Hecke am Burgäschisee gepflanzt, welche heute vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Nahrung bietet.

 

Michael Ryf von der UNA AG erklärte den Besucherinnen und Besuchern die Vorteile der verschiedenen Sträucher, aber auch wie wichtig die Heckenpflege ist. Wenn die Hecke sich selbst überlassen würde, gäbe es nach ein paar Jahren nur noch Haselstauden.

 

Markus Maag und Thomas Krähenbühl informierten über die Vernetzungsprojekte im Oberaargau. Mittlerweile machen 90% der Betriebe mit. Die Vernetzungsprojekte zeigen, dass mit freiwilligen Massnahmen viel für die Biodiversität erreicht werden kann.

 

Interessantes vom Burgäschisee erzählte Ruedi Mühlemann vom Verein Pro Aeschisee. Der Verein wurde in den 1980er Jahre gegründet mit dem Ziel eine Erhöhung des Sees zu verhindern. Mittlerweile engagiert sich der Verein für die Aufwertung des Seeufers und für die Förderung der Biodiversität. Heute gibt es bis 60 verschiedene Vogelarten rund um den Burgäschisee.

 

Dank den verschiedenen Beteiligten konnten den interessierten Besucherinnen und Besuchern sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Medien aufgezeigt werden, wie sich die Berner Bauernfamilien für die Biodiversität engagieren.

 

 

 

Christine Badertscher, Präsidentin OBV

 


Grosses Interesse am Infoanlass Biber in Langenthal

Am 7. März 2019 fand in der alten Mühle in Langenthal ein Infoanlass zur Verbreitung der Biber vor Gemeindebehörden und Landwirten statt. Der Anlass war mit 100 Personen gut besucht.

Link auf Bericht und gezeigte Folien (Homepage Region Oberaargau)


Sachplan Biodiversität - OBV fordert besseren Einbezug der Landwirte


Grosses Interesse am Informationsanlass Antibiotikaeinsatz

Montag, 13. November 2017, 20.00 Uhr Rest. Sternen Herzogenbuchsee

 

Die Erfindung von Antibiotika war ein bedeutender Fortschritt in der Medizin. Der Einsatz hat jedoch auch seine Schattenseiten. Antibiotikaresistenzen nehmen zu und der Einsatz von Antibiotika wird deshalb kontrovers diskutiert. Deshalb hat der Bund die Nationale Strategie Antibiotikaresistenzen StAR erarbeitet. Diese hat zum Ziel, die Wirksamkeit von Antibiotika langfristig sicherzustellen. Doch was bedeutet ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika in der Landwirtschaft? Welche Alternativen sind möglich?

 

 

Diesen Fragen wollte der Oberaargauische Bauernverein nachgehen und hat dazu einen Informationsabend organisiert. Der Zufall wollte es, dass die Veranstaltung genau in der Antibiotika Awareness Woche der Weltgesundheitsorganisation WHO stattfand, das Thema Antibiotika ist diese Woche somit in aller Munde. Deshalb, oder weil sich die Landwirtschaft generell ihrer Verantwortung stellen will, war der Anlass mit fast 100 Bäuerinnen und Bauern sehr gut besucht. Erfreulich auch, dass sich viele Junge für das Thema interessierten.

 

 

Christoph Kiefer, Tierarzt mit einer Praxis in Wangen an der Aare und Präsident der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte hat in einem spannend Vortrag erklärt, weshalb sich Resistenzen bilden können und welche Massnahmen mit der Umsetzung der StAR vorgesehen sind. Ein verantwortungsvoller Einsatz nach dem Motto „so wenig wie möglich“ steht im Zentrum. Dabei ist wichtig zu beachten, dass die Wirksamkeit der Antibiotika zur Erhaltung der menschlichen und tierischen Gesundheit langfristig sichergestellt werden kann. Denn aus Gründen des Tierschutzes ist es essentiell, dass kranke Tiere behandelt werden können.

 

 

Ursi Dommann, Dr. med vet. mit Weiterbildung in alternativen Tierheilmethoden und Mitinhaberin der „AG für Tiergesundheit“ aus Gunzwil hat in einem interessanten, praxisbezogenen Referat über mögliche Alternativen zu Antibiotika referiert. Mit der Homöopathie hat die Tierärztin gute Erfahrungen gemacht. Es können auch akute Entzündungen behandelt werden, wenn das richtige Mittel eingesetzt wird. Um dieses zu finden, muss der Landwirt seine Tiere gut kennen. Das Beobachten der Tiere braucht jedoch Zeit, mit dem immer grösseren wirtschaftlichen Druck wird dies nicht einfacher.

 

 

Die Antibiotikaresistenzen ist und bleibt ein grosses Thema für die Landwirtschaft. In der Schweiz konnte bereits viele Fortschritte erzielt werden. Seit 2008 konnte der Antibiotikaeinsatz um 45% gesenkt werden. Das Engagement wird jedoch weiter gehen – dies zeigt auch das grosse Interesse am Informationsanlass von Seiten der Bäuerinnen und Bauern.

 

 

Die Referenten Christoph Kiefer und Ursi Dommann sowie die Präsidentin des OBV Christine Badetscher
Die Referenten Christoph Kiefer und Ursi Dommann sowie die Präsidentin des OBV Christine Badetscher